Endgültiges Wahlergebnis - Sie haben gewählt

Ihr Kirchenvorstand für den Zeitraum 2015-2021! Der neue KV wurde am 13.09.2015 eingeführt.

Cengiz AkmannCengiz
Ak
man

Andreas AmbrosiusAndreas
Ambrosius

Luisa BergmannLuisa
Bergmann


Heinz Georg Bialonski Dr. Heinz-Georg
Bialonski

 

Günter BöhmGünter
Böhm
Angelika DrewsAngelika
Drews
Alfred ErnstAlfred
Ernst
Franziska FeskeFranziska
Feske
Anika RothAnika
Roth
Brigitte SchosingBrigitte
Schosing
Doriano PozettaDoriano
Pozzetta
Steffen Thon-FranzkiSteffen
Thon-Franzki
Maria Werner-NiemetzMaria
Werner-Niemetz
Karin ZiegenbeinKarin
Ziegenbein

Kleine Statistik zur Wahl

Wahlberechtigte 2234
   
Wahlbeteiligung 12,6 %
   
Statistik ohne Einbeziehung der Jugenddelegierten  
Männer 58,3 %
Frauen 41,7 %
neu im KV 33,3 %
durchschnittliches Alter 54 Jahre
   
Statistik unter Einbeziehung der Jugenddelegierten  
Männer 50,0 %
Frauen 50,0 %
neu im KV 42,9 %
durchschnittliches Alter 49 Jahre

 


In der Gemeindeversammlung am 18. Januar 2015 wurden die Kandidatinnen und Kandidaten vorgestellt. Damit Sie diese noch besser kennenlernen, hat ihnen die Redaktion je drei Fragen gestellt. Hier die Antworten:

Cengiz AkmanCengiz Akman, 48 Jahre, Gebietsverkaufsleiter, OestrichWahl 2015

Evangelisch bedeutet für mich: Der Glaube an Gott, er trägt mich mein Lebenlang. Ich treffe Menschen, die sich von mir unterscheidenund doch mit mir durch den Glaubenverbunden sind. Die Kirche ist die Gemeinschaftder Glaubenden.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Ohne das ehrenamtliche Engagement könnte unser Gemeindeleben nicht existieren.Die Ehrenamtlichen schenken uns ihre private Zeit und ihr unermüdlichesEngagement. Dafür haben sie meine vollste Anerkennung.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Ich habe noch keine Erfahrung in der Kirchenvorstandsarbeit, bisher habe ichmich in meinem Leben vor keinen Aufgaben gescheut. Ich würde mich sehr freuen,in meiner Heimat durch ein Amt im Kirchenvorstand in unserer Kirche aktiv zusein und mitarbeiten zu können. Es liegt mir am Herzen, die Botschaft Gottes vorallem auch den jungen Menschen näherzubringen und den Erhalt einer lebendigenGemeinschaft zu fördern.

EKOW

Andreas AmbrosiusAndreas Ambrosius, 47 Jahre, IT-Angestellter, Winkel

Evangelisch bedeutet für mich: Neben dem Evangelium, der Verkündigung der „guten Nachricht“ oder auch der „frohen Botschaft“, eine stetige Veränderung des Protestantismus, konfessionsübergreifende Dialoge zu führen und Menschen einzuladen, unsere Gemeinschaft zu besuchen und gerne auch mitzuwirken. Evangelisch ist für mich auch, den Glauben in freier Selbstverantwortung leben und bewahren zu dürfen. Vertrauen in den Gott in mir selbst zu haben, der mich trägt! Der mich ebenso dazu bewegt, Entscheidungen zu treffen, wenn diese notwendig werden, ohne diese begründen oder verkünden zu müssen. Klar und deutlich eine gewissenhafte Position beziehen zu können, auch wenn diese für mich selbst oder für mein Gegenüber unangenehm werden könnte! Evangelisch bedeutet für mich auch, die Freiheit zu haben, sagen zu können, wenn getroffene Entscheidungen einer Korrektur bedürfen. In Bezug auf die ehrenamtliche, demokratische Kirchenvorstandsarbeit, bedeutet evangelisch für mich, mitzudenken, querzudenken und mitentscheiden zu dürfen, sich zu engagieren, um möglichst das Optimale für das christlich gemeinschaftliche und generationsübergreifende Miteinander, in dem Rahmen, in dem wir uns mit unserer Gemeinde bewegen, zu erzielen! Engagieren für einen Ort als Anker – zusätzlich zum Alltag – von Freude, Geborgenheit und Hilfsbereitschaft! Evangelisch bedeutet für mich ebenso eine gewisse Prägung durch Tradition, diese weiterzugeben und ebenso weltoffen für Neues zu sein. Evangelisch find ich richtig gut!

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Besonderen Respekt empfinde ich für Mitmenschen, die dem Kapitalismus den Rücken kehren können, um ihrer Berufung zu folgen. Wenn diese Berufung auch noch soziales Engagement beinhaltet, Hilfe und Freude den Bedürftigen bereitet, gebührt dieser Leistung der höchste Respekt, den unsere Gesellschaft geben kann.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Da meine berufliche Tätigkeit sehr viel mit moderner Technik zu tun hat, wäre es mir ein großes Anliegen gewesen, mit Johannes Gutenberg (ca. 1400–1468) ein paar Gläschen Wein in seiner Werkstatt zu trinken.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Im Spendenausschuss

EKOW

Dr. Heinz-Georg BialonskiDr. Heinz-Georg Bialonski, 70 Jahre, Nervenarzt, Eltville-Erbach (Eichberg)

Evangelisch bedeutet für mich: Der christliche Glaube auf der Basis der "Vier Soli" der Reformation:
Sola scriptura – allein die (Heilige) Schrift
Sola gratia – allein durch die Gnade
Sola fide – allein durch den Glauben
Solus Christus – allein Christus

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Unaufgefordertes und selbstloses Helfen und Eintreten für andere.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Sokrates, altgriechischer Philosoph, 469–399 v. Chr. – Ich weiß, daß ich nichts weiß. Die Einsicht in die Nichtigkeit der menschlichen Erkenntnis ist meiner Meinung nach der wichtigste sokratische Leitsatz. Laut Sokrates soll man nicht durch Überreden beeinflussen, sondern durch Hinterfragen versuchen, daß andere aus eigener Überzeugung zur richtigen Erkenntnis kommen; denn nur wer weiß, was richtig oder falsch ist, wird auch richtig handeln.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Da mich Gott mit zwei linken Händen ausgestattet hat, somit meine Talente weniger auf handwerklichem Gebiet liegen, möchte ich mich, wie schon im letzten Kirchenvorstand, mehr mit der Feder als mit dem Schraubenschlüssel einbringen, so etwa in der Leitung des Kirchenvorstandes, in Ausschüssen oder wie bisher im Kindergarten.

EKOW

Günter BöhmGünter Böhm, 73 Jahre, Rentner, Winkel

Evangelisch bedeutet für mich: Freiheit und Offenheit.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Vor Allen, die sich ehrenamtlich engagieren, auch da, wo es unangenehm oder sogar gefährlich ist.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Kirchenpräsident Martin Niemöller.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Finanzen und Haushalt.

EKOW

Angelika DrewsAngelika Drews, 56 Jahre, Gärtnerin, Oestrich

Evangelisch bedeutet für mich: Gemeinschaft leben, Freude erfahren und Sinn im Glauben finden.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Zivilcourage, Engagement, Wertschätzung, Zuverlässigkeit.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Frida Kahlo war eine mexikanische Malerin, die von 1907 bis 1954 gelebt hat. Durch einen tragischen Unfall war sie immer wieder ans Bett gefesselt. Sie begann zum Zeitvertreib und zur Leidbewältigung zu malen und schuf expressive, farbsatte Porträt- und Wandbilder. Ihre Bilder habe ich während eines Besuches in Mexiko-Stadt in ihrem wunderschönen Haus mit Garten, der Casa Azul, kennen und schätzen gelernt.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Ich möchte mich als Diakoniebeauftragte zu dem sehr aktuellen Thema Flüchtlinge/Asylanten in unserer Kirchengemeinde einbringen. Unser Weltladen liegt mir sehr am Herzen. Gerne stelle ich meine Mithilfe zur Umsetzung neuer Projekte zur Verfügung.

EKOW

Alfred ErnstAlfred Ernst, 69 Jahre, Designer, Schloss Vollrads

Evangelisch bedeutet für mich: Dass ich in einer Gemeinschaft von Christen lebe, die viele meiner Werte mit mir teilen. Ich schätze dabei die Freiheit im evangelischen Glauben und die Kraft, die von ihm ausgeht.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Da man Leistung nach sehr unterschiedlichen Maßstäben messen kann, gibt es sehr viele Menschen, vor deren Leistungen ich Respekt habe. Das kann beispielsweise ein Nachtwächter in einem Betrieb sein, eine Krankenschwester in einem Krankenhaus, aber genau so ein Chirurg, der eine schwierige Operation vor sich hat. Oder beispielsweise eine Frau, die ihren schwer kranken Mann pflegt oder ein Mann, der seine Frau oder Mutter betreut. Ich habe sehr große Hochachtung vor guten Winzern und Köchen, aber auch Schriftstellern und vielen bildenden Künstlern. Generell faszinieren mich Menschen, die das was sie tun, mit Liebe und Hingabe machen und solche, die sich kümmern.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Da gibt es einige, sodass mir die Auswahl nicht leicht fällt. Vielleicht Martin Luther. Er war zwar kein einfacher, aber ein faszinierender Mensch. In einem persönlichen Gespräch mit ihm, so glaube ich, würde ich ihn und sein Handeln besser verstehen, zumal er in einer völlig anderen Zeit lebte.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Ich war bisher im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit, im Spendenausschuss, im Orgelausschuss und im Kindergartenausschuss tätig. Das möchte ich gerne, wenn möglich, weitermachen.

EKOW

Doriano PozzettaDoriano Pozzetta, 42 Jahre Weinbauingenieur, Winkel

Evangelisch bedeutet für mich: In der Evangelischen Kirche schätze ich die demokratischen Entscheidungswege, die Toleranz und die Gleichberechtigung innerhalb der Gemeinde. Gleichberechtigung, Toleranz und Hilfsbereitschaft sind Werte, die für mich sehr wichtig sind und die den Schlüssel zur Lösung vieler Probleme in der ganzen Welt darstellen.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Ich habe viel Respekt vor den Menschen, die in Krisengebieten leben und sich nicht in die Gewaltspirale hineinziehen lassen, zudem noch den Hass überwinden können und für Frieden und Versöhnung arbeiten. Darin sehe ich nicht nur die Essenz des Christentums, sondern jeder Religion, die den Anspruch erhebt, Gott zu gefallen und zu ehren.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Gerne hätte ich Nelson Mandela kennengelernt und ihn gefragt, woher er die Kraft genommen hat, sein Schicksal zu ertragen und einer ganzen Nation Hoffnung zu schenken. Ich fand seine Geschichte schon immer überwältigend.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Ich bin sehr dankbar, dass ich in Oestrich-Winkel eine so freundliche, aktive und aufgeschlossene Gemeinde getroffen habe, in der ich mich bisher schon im Festausschuss eingebracht habe. Nun möchte ich für den KV kandidieren, weil ich gerne Frau Stern-Tischleder bei der Gestaltung der Kirchenaktivitäten für die Jugend unterstützen würde.

EKOW

Anika RothAnika Roth, 20 Jahre, Hattenheim, studiert Theologie mit dem Ziel, Pfarrerin zu werden.

Evangelisch bedeutet für mich: Durch den Glauben eine tolle Gemeinschaft zu erleben, Erlebnisse und Erfahrung zu teilen und einen Rückhalt zu haben, wenn man mal “ausrutscht“.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Respekt habe ich vor meiner Mutter. Sie ist immer für mich da, wenn ich sie brauche, unabhängig davon, ob wir uns streiten oder nicht, und das, seitdem ich lebe!

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Ich würde gerne Tracy Chapman begegnen. Sie ist eine bewundernswerte Musikerin und spielt, wie ich, Gitarre und singt.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Ich möchte in den Kirchenvorstand gewählt werden, um mich für Kinder- und Jugendarbeit, Kirchenmusik, sowie die Gestaltung der Gottesdienste einzusetzen.

EKOW

Brigitte SchosnigBrigitte Schosnig, 66 Jahre, Industriekauffrau (jetzt Rentnerin), HattenheimWahl 2015

Evangelisch bedeutet für mich: Kirche von unten, das Gemeindemitglied kann mitbestimmen.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Vor allem schätze ich das freundliche Miteinander im täglichen Umgang.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Frère Roger, Taizé.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Da, wo man gebraucht wird, u. a. im Bereich der Ökumene.

EKOW

Kathrin SeifertKathrin Seifert, 46 Jahre, Kriminalbeamtin, Oestrich

Evangelisch bedeutet für mich: Die Möglichkeit, meinen Glauben in einem weit gesteckten Rahmen leben zu können; bedeutet für mich aber auch die einzig wahrgenommene Kirche in meiner Kindheit und Jugend in Norddeutschland.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Den meisten Respekt habe ich vor Menschen, die aktiv gegen bestehende krasse Missstände gesellschaftlicher oder politischer Natur eintreten. Als Beispiel hier die Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus, die mutigen Aufständler als Vorbereiter für die Wiedervereinigung, aber auch die unerschrockenen Umweltaktivisten von Greenpeace. Ich habe Respekt vor Aktionen, die die Sache, nicht aber das eigene Ego in den Vordergrund stellen.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Als großer Bach-Fan wäre ich diesem Meister der Barockmusik im 18. Jahrhundert gern begegnet. Einer Aufführung der Johannes-Passion mit Johann Sebastian Bach als Komponisten und Kantor beizuwohnen, wäre dann mein absoluter Traum gewesen. Diese Zeit hat so viele bedeutende Komponisten hervorgebracht, so dass ich es sehr spannend gefunden hätte, in dieser Zeit einmal "Mäuschen" spielen zu können, um die Stimmung dieser ganz anderen Zeit zu erleben.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Ich könnte mir vorstellen, mich sozial zu engagieren. Je nach Bedarf wäre das für mich evtl. die Arbeit mit Menschen im Altenheim oder die Unterstützung von Flüchtlingen. Aber auch die Mitarbeit beim Projekt des Eine-Welt-Ladens könnte ich mir gut vorstellen. Vielleicht könnte man aber auch in Anlehnung an den Unbezahl(Ba(sa)r eine Kleiderkammer in Oestrich-Winkel etablieren. M. E. fehlt es da an einer adäquaten Räumlichkeit.

EKOW

Silke StavridisSilke Stavridis, 39 Jahre, Rechtsanwaltsfachangestellte, Oestrich

Evangelisch bedeutet für mich: Mein Glaube ist ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Ich wurde 1975 evangelisch getauft und bin im Jahre 1987 in Alzey konfirmiert worden. Insbesondere von unserer Mutter wurde uns das Evangelischsein und die Verbundenheit zur christlichen Kirche gelehrt und vorgelebt. Durch meine Heirat im Jahre 1999 in der griechisch-orthodoxen Kirche in Wiesbaden – unter Mitwirkung meines evangelischen Pfarrers – habe ich auch Einblick in die orthodoxe Kirche erhalten. Durch meine Nähe und Verbundenheit zu dem Oestrich-Winkler katholischen Pfarrer Mani, habe ich auch einen engen Kontakt zu dieser Kirche. Für mich ist nicht die Konfession das Entscheidende, sondern der Glaube an Jesus Christus. Unsere drei Kinder sind alle in der Evangelischen Kirche in Mittelheim getauft. Die beiden Großen haben bereits bei den KU3-Kids teilgenommen und unser Ältester freut sich jetzt auf den im nächsten Jahr folgenden Konfirmandenunterricht. So begleitet mich und meine Familie schon unser ganzes Familienleben lang die Evangelische Kirchengemeinde in Oestrich-Winkel und ist ein fester Bestandteil unseres Alltages.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Besonders angetan bin ich, wenn meine Mitmenschen sehen und erkennen, wo Hilfe benötigt wird. Wenn sich jemand für seine Überzeugungen engagiert und für seinen Glauben und sein Tun steht. Ich finde es besonders wichtig, wenn man sich auf seine Mitmenschen verlassen kann und es nicht immer vieler Worte hierzu bedarf.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Gerne wäre ich Albert Schweitzer begegnet und hätte mich mit ihm einmal ausgetauscht. Sein Leitsatz "Bewahren von Dankbarkeit besteht darin, daß ich für alles, was ich Gutes empfangen habe, Gutes tue," hat auch einen großen Stellenwert in meinem Leben. Das Handeln und Tun Albert Schweitzers für andere und sein unermüdlicher Einsatz für seine Arbeit und seine Ziele finde ich sehr beeindruckend.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Ich möchte das Gemeindeleben mitgestalten, sei es nun eine Lesung im Gottesdienst oder die Mitarbeit bei der Vorbereitung von besonderen Gottesdiensten oder Veranstaltungen, sei es die Unterstützung diverser Gruppen, Kreise und Projekte oder aufmerksames Zuhören und Wahrnehmen von Bedürfnissen. Dies sind meine Wünsche, und alle die, die mich näher und schon länger kennen, wissen, dass ich immer, wo es mir möglich ist, einspringe und helfend unterstütze. So lebe ich Familie und ich sehe auch die Gemeinde als große Familie an, die miteinander mit Leben gefüllt werden kann.

EKOW

Gerda StillerGerda Stiller, 54 Jahre, Berufsbetreuerin, Winkel

Evangelisch bedeutet für mich: Im Leben stehen und am Leben teilhaben auf der Basis des Evangeliums. Wichtig sind mir die christlichen Werte und der Versuch, dies im Alltag umzusetzen. Evangelisch bedeutet für mich, dass alle Menschen vor Gott gleich sind und so angenommen werden sollten, wie sie sind.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Menschen beeindrucken mich, die anders sind und die sich mit ihren persönlichen Einschränkungen auseinandersetzen. Sie haben meinen Respekt, wenn sie ihr Leben in die Hand nehmen und selbstbestimmt leben können. Mich beeindrucken auch Menschen, die schwierige Situationen erlebt haben, die vielleicht auch den Kontakt zur Familie oder die soziale Sicherung verloren haben und die sich wieder aufrichten können, die ihren neuen Weg gehen können und zufrieden sind.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Maria Montessori: Sie war eine der ersten Frauen in Italien, die Medizin studierte. Sie arbeitete als Ärztin und Pädagogin. Maria Montessori entwickelte ein pädagogisches Konzept mit selbst entworfenem Spielmaterial für behinderte und nichtbehinderte Kinder. Ihr Motto hieß: Hilf mir, es selbst zu tun. Vieles davon hat Eingang in unseren pädagogischen Alltag gefunden. Martin Luther King: In meinem Religionsunterricht wurde das Thema der Gleichbehandlung von Schwarz und Weiß sehr intensiv bearbeitet. Es hat mich sehr beeindruckt, wie sich Martin Luther King als Bürgerrechtler für die Rechte der Schwarzen einsetzte.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Gerne würde ich mich in soziale Angelegenheiten einbringen. Die Arbeit mit Flüchtlingsfamilien im Sinne von Besuchen, Begleitung und Beratung möchte ich anregen.

EKOW

Dr. Manfred von StoschDr. Manfred von Stosch, 74 Jahre, Bibliothekar im Ruhestand, Mittelheim

Evangelisch bedeutet für mich: Vor allem die Neuentdeckung und die herausragende Stellung der Bibel, die durch die Reformation wichtiger wurde als die hergebrachten Traditionen der Kirche. Und dann die neue Freiheit: "Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan" (Luther). Das sind gleich mehrere Revolutionen auf einmal.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Vor den Leistungen derjenigen, die selbstlos Sterbende, Demente, Kranke pflegen und dabei froh bleiben.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Dem jungen Goethe nach seiner Übersiedlung nach Weimar: übersprudelnd und ideenreich in Schriftstellerei und Unternehmungen, zugleich aber mäßigend auf den jugendlichen Herzog einwirkend, der noch ein paar Jahre jünger war als Goethe. Oder auch dem großen Johann Sebastian – nach Bachs Musik mit den vielen Tanzrhythmen zu urteilen nicht nur ein überaus kompetenter, sondern auch ein sehr lebensfroher Mensch.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? In allem, was getan werden muß. Sonst aber: alles Karitative, Jugendarbeit, Kirchenmusik und natürlich, falls es anfällt, alles das Dekanat Betreffende.

EKOW

Maria Werner-NiemetzMaria Werner-Niemetz, 56 Jahre, Dipl. Ing. Landschaftsarchitektin, Winkel

Evangelisch bedeutet für mich: Unmittelbar mit Gott verbunden zu sein ohne "zwischengeschalteten" Stellvertreter.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Vor der Erziehungsleistung von Alleinerziehenden.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet?Emily Davison.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Bauausschuss

EKOW

Steffen Thon-FranzkiSteffen Thon-Franzki, 51 Jahre, Weinküfermeister, Oestrich

Evangelisch bedeutet für mich: "Du darfst":
– in unsere Kirche kommen
– im Gottesdienst Worte aus der Bibel und die Auslegungen dazu hören
– die Kirchenmusik hören und Lieder singen
– dich für andere Menschen, das Leben, die Würde und die Freiheit der anderen und für die Gemeinde engagieren
– zuerst den anderen, deinen Nächsten, im Blick haben
– eine Aufgabe oder ein Ehrenamt übernehmen
– andere Menschen treffen und kennen lernen
– mit anderen Feste feiern
Paulus im 1. Korintherbrief 6,12: "Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen."

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Vor der erfolgreichen Übermittlung von Wissen und Bildung einerseits und vor der Anwendung des erworbenen Wissens, der Bildung andererseits.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Dietrich Bonhoeffer.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Wo Bedarf ist; Musik; Finanzen.

EKOW

Karin ZiegenbeinKarin Ziegenbein, 55 Jahre, Bürokauffrau, Geisenheim-Marienthal

Evangelisch bedeutet für mich: Mit Menschen zusammen zu sein, für Menschen da zu sein. Nach einem schweren Schicksalsschlag habe ich dank der Menschen unserer Gemeinde zu meinem Glauben zurückgefunden - dieser wird von Tag zu Tag stärker. Von diesem Glaubensweg möchte ich anderen Menschen erzählen.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Große Hochachtung habe ich vor den Menschen, die in der mobilen Alten- und Krankenpflege arbeiten. Sie betreuen pflegebedürftige Menschen in ihrem Zuhause und stellen sich Tag für Tag schwierigen Lebenssituationen, die sie - oft unter Zeitdruck - spontan alleine bewältigen müssen.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Ich wäre gerne Hildegard von Bingen begegnet.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Seit fünf Jahren gehöre ich zum KU3-Team – eine Zeit, die ich nicht missen möchte. Mein Wunsch für die Zukunft ist, weiterhin Kinder auf ihrem spirituellen Weg begleiten zu dürfen. Gerne will ich mich auch in die Gottesdienstgestaltung und -ausführung einbringen. Als mögliches Kirchenvorstandsmitglied wünsche ich mir, Bindeglied zwischen Gemeinde und KV sein zu dürfen.

EKOW

 Die schon gewählten Jugenddelegierten sind:

Luisa Bergmann

Luisa Bergmann, 17 Jahre, Schülerin, Oestrich

Evangelisch bedeutet für mich: Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Wenn Menschen ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen.

Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Freddie Mercury

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? In der Jugendarbeit.

EKOW

Franziska FeskeFranziska Feske, 16 Jahre, Schülerin, Oestrich

Evangelisch bedeutet für mich: Vor allem frei zu glauben. Das Besondere am Evangelischsein ist für mich, dass ich die Freiheit besitze, zu glauben, was ich möchte, und es gegebenenfalls auch zu lassen. Im evangelischen Glauben ist jeder Mensch gleich, alle werden so, wie sie sind, aufgenommen und haben dieselben Rechte. Allerdings ist es eben doch diese Individualität, die trotz der Gleichheit besteht, die mir persönlich gefällt und mich zur evangelischen Kirche zieht.

Vor welchen Leistungen Ihrer Mitmenschenhaben Sie den meisten Respekt? Das ist definitiv der Wille zur Tat. Insbesondere in der Jugendarbeit gibt es viele gute, kreative Ideen. Allerdings scheitern Projekte oftmals daran, dass sie von niemandem in die Hand genommen werden. Um etwas zu verwirklichen, gehört es dazu, einfach mal anzufangen und nicht immer noch einen Punkt zu finden, der Zeit braucht. Und wenn jemand endlich mal etwas macht, anstatt immer nur zu überlegen und sich nicht zu trauen, dann verdient er meinen höchsten Respekt.

Wahl 2015Welcher historischen Persönlichkeit wären Sie gerne begegnet? Hier fällt meine Wahl auf den indischen Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi. Ich bewundere schon lange die Kombination seiner Methoden und Ziele. Da ist einmal das immer bleibende und an oberster Stelle stehende Recht auf absolute Freiheit, welches er in seinen verschiedenen Taten verfolgte. Gleichzeitig schätze ich sein grundlegendes Bestreben nach Frieden und die Ablehnung der Rache, die er ebenfalls gegenüber seinen Feinden und in seiner Art, Widerstand zu leisten, bewies. Allgemein haben Menschen, die in solchen politischen Verhältnissen Widerstand leisten, meine höchste Achtung und Respekt verdient, da Mut und Selbstlosigkeit nicht selbstverständlich sind. Schlussendlich kommt noch hinzu, dass ich den Hinduismus als eine der spannendsten Religionen dieser Welt ansehe und es ein großes Ziel von mir ist, ihn noch weiter kennenzulernen. Außerdem denke ich, dass vor allem seine religiöse Einstellung Gandhi in seinem Handeln stark geprägt hat.

In welchen Bereichen möchten Sie sich im Kirchenvorstand einbringen? Als Jugenddelegierte liegt es mir natürlich am Herzen, mich besonders im Bereich der Jugendarbeit einzubringen. Ich denke, dass diese Arbeit gerade jetzt sehr wichtig ist, da es das Amt der Jugenddelegierten vorher nicht gab und wir nun die Möglichkeit haben, auch diesem Teil der Gemeinde eine Stimme zu geben.

EKOW