Vikare und Vikarinnen

Anne WassmannAnne Waßmann  Was mich mit der Kirchengemeinde Oestrich-Winkel verbindet?

Von 1999 bis 2001 durfte ich meine Ausbildung zur Pfarrerin, mein Vikariat, in der Kirchengemeinde Oestrich-Winkel bei Pfarrer Jens Böhm machen.

Die Mittelheimer Kirche ist also die Kirche, in der ich Gottesdienst halten, taufen und trauen gelernt habe und sie wird deshalb immer ein ganz besonderer Ort für mich bleiben. Und auch all das andere „Handwerkszeug“, das ich nun als Pfarrerin brauche, habe ich in Oestrich-Winkel erlernen können: vom Unterricht an der Grundschule, über die Konfirmanden- und Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung bis hin zur Seniorenarbeit.

Die Kirchengemeinde war drei Jahre lang mein „Erprobungsfeld“ und gleichzeitig meine Heimat. Ich denke gerne an meine Zeit in Oestrich-Winkel und vor allem an die Menschen, mit denen ich zusammen gearbeitet, gebetet und gefeiert habe, zurück.

Seit dem 1. Juli 2002 bin ich Pfarrerin in der Kirchengemeinde Selzen-Hahnheim-Köngern-heim im Dekanat Oppenheim/Rheinhessen.

Was mich privat mit dem Rheingau verbindet? Im Juni 2000 ist mein Sohn Konrad in Rüdesheim auf die Welt gekommen.

Ich habe also auch ein ganz persönliches Andenken aus dem Rheingau mit nach Rheinhessen genommen


Mirjam AmbrozicMirjam Ambrozic Im schönen September am Beginn der Weinernte begann ich mein Vikariat in Oestrich-Winkel bei Pfarrer Jens Boehm. Zwei weitere Weinernten sollte ich noch miterleben dürfen, doch dann endete mein Vikariat und ich ging Ende 2004 nach Welterod in den Wald, wo ich eine Stelle als Pfarrvikarin in der Gemeinde antrat.

Die Zeit in Oestrich-Winkel waren für mich von vielfältigen Erlebnissen und Erfahrungen geprägt. Ich erlebte eine lebendige und offene Gemeinde, die umgeben von katholischen Mitchristen ein Gemeindeleben auf die Beine stellte, das bereichernd und interessant war. Bei all meinen Unternehmungen traten mir die Gemeindeglieder offenherzig und verständnisvoll gegenüber und unterstützten neue Ideen und deren Umsetzung.

In vielen Bereichen konnte ich meine eigenen Erfahrungen machen und auch Früchte mitnehmen, die später in meiner Gemeinde weiter gereift sind. Ich erinnere mich gerne an den Jugendgottesdienst, der sich mit dem Thema Lebenssinn auseinandersetzte und mich im nachhinein motivierte, weiterhin mit Jugendlichen solche besondere Gottesdienste zu erarbeiten und zu gestalten.

Denn die Arbeit mit Jugendlichen und Konfirmanden lag mir besonders am Herzen und sollte wachsen und gedeihen. Hier konnte ich in dieser Gemeinde außergewöhnliche Erfahrungen machen und mich weiterentwickeln. Ich erlebte Konfirmandenarbeit, Freizeiten, Jugendgottesdienste und Jugendtreffs, die besucht wurden von begeisterten Jugendlichen und geleitet wurden von einem engagierten Pfarrer. Beigeisterung kann anstecken und so bin ich inzwischen Jugendpfarrerin des Dekanats St. Goarshausen und gestalte eine blühende Jugendarbeit neben meiner Arbeit als Pfarrerin.

Und so erinnere ich mich immer wieder gerne bei einem Glas Rheingauer Riesling an meine Zeit in der Ev. Gemeinde Oestrich-Winkel, die inmitten dieser wunderschönen Weinlandschaft liegt, und an die Menschen, deren Geselligkeit und Muße mir bei der Arbeit viel Freude bereitet haben.


Stefanie Bischof  Februar 2010 - November 2011

Stefanie Bischof, wurde im Spreewald geboren und ist in Lübbenau aufgewachsen. In ihrer schönen Jugendgruppenzeit wurde sie von ihrer Pfarrerin in ihrem Heimatgemeinde sehr geprägt.

Als die Wende kam, war sie 9 Jahre alt. Bis zum Abitur hat sie noch aktiv in ihrer Heimatgemeinde mitgearbeitet. Nach dem Abitur hat sie in Marburg Politikwissenschaften studiert. Theologie hatte sie als Nebenfach.

Nach zwei Semestern der Politikwissenschaften hat sie sich für ihr Nebenfach Theologie entschieden und dies als Hauptstudium in Marburg und in Leipzig fortgeführt.

Während ihres Studiums absolvierte sie ein Gemeindepraktikum und hatte die Möglichkeit, im Rahmen eines Praktikums, die deutsche Gemeinde in Nairobi/Kenia kennenzulernen.

2009 verschlug es sie nach Eltville in den Rheingau. Die Landeskirche teilt ihr eine Vikariatsstelle zu und so kam es, sie die Stelle in Oestrich-Winkel bekam.

Am 1. Februar 2010 begann das Vikariat. Ihre Tätigkeiten der ersten drei Monate des Vikariats sind in der Rabanus-Schule in Winkel. Anschließend, bis Ende November 2011 in der Gemeinde. Das Vikariat wird fast 2 Jahre dauern und beinhaltet alle anfallenden Tätigkeiten eines Pfarrerberufes. Pfarrerin Elke Stern-Tischleder ist ihre Lehrpfarrerin.

Stefanie Bischof fasziniert die unterschiedlichen Begegnungen mit Menschen. Von klein bis groß, von jung bis alt. Sie finde es sehr schön, wenn man miteinander ins Gespräch kommt und so Anteil am Anderen hat und von einander lernen kann. Im Vikariat ist es ihr wichtig viele Rückmeldungen zu bekommen, um daraus lernen zu können. Sie spielt Trompete und Saxophon und singt viel und oft. Außerdem liest sie gerne und mag lange Spaziergänge. Sie Interessiert sich sehr für andere Länder und Gegenden.

Sie sieht sich als ein eher praxisorientierter Mensch. Sie hat sich noch nicht entschieden, ob ihre Zukunft in einer Gemeinde, der Krankenhausseelsorge oder sogar in der Gefängnisseelsorge sein wird.

Interview aus dem Gemeindebrief Frühling 2010

Stefanie Bischof hat 2011 ihr Vikariat beendet, war ein Jahr in Peru und ist inzwischen Pfarrvikarin.