Aus der Geschichte der evangelischen Pfarrei Oestrich-Winkel.

Zusammengestellt von Pfarrer Hans-Dietrich Reimann † (1991) zum 100. Geburtstages der Pfarrei Oestrich.

Am 1. April 1891, zog zum ersten Mal ein evangelischer Pfarrer in Oestrich auf, nachdem er bereits - wie sein 1890 verstorbener Vorgänger - Dienst als Seelsorger im "Correktionshaus" (Zuchthaus) im Kloster Eberbach und in der "Heil- und Pflege-Anstalt Eichberg" getan hatte. Der "Eichberg" mit dem Kloster Eberbach ist die Wiege oder die erste Station aller evangelischen Pfarreien und Gemeinden im Rheingau.

Evangelische Christen im Rheingau  Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war der Rheingau, d.h. das Land am rechten Rheinufer zwischen Niederwalluf und Lorchhausen, Teil von Kur-Mainz. Reformatorische Ansätze der Lutherzeit und die Besetzung durch die Truppen der protestantischen Schweden führten zu keinen Gemeindebildungen.

So blieb der Rheingau 800 Jahre lang in Kultur, Religion, Frömmigkeit, Leben und Denken seiner Bewohner rein römisch-katholisch. Erst in der Zeit Napoleons erließ der Präfekt von Mainz im Jahre 1802 Toleranzedikte. Jetzt durften sich auch im Rheingau evangelisch-lutherische Christen niederlassen, ohne mit Nachteilen rechnen zu müssen. Nach der Säkularisierung in den Jahren 1803 und 1806 fiel der Rheingau an das Herzogtum Nassau. Damit stieg die Zahl der Evangelischen bis 1827 auf 315 Personen.

Im Amt Rüdesheim wurden 99 Personen (36 Familien), im Amt Eltville 216 Personen (63 Familien) gezählt. Der ganze Rheingau war damals eine einzige evangelische Gemeinde. Der diensttuende Pfarrer war der vom Ministerium beauftragte "Kaplan" von Eberbach/Eichberg. Erst im Jahre 1835 wurde der erste evangelische Pfarrer des Rheingaus mit Sitz in Rüdesheim ernannt. 1855 wurde in Rüdesheim die erste Evangelische Kirche erbaut, und 1865 für die Evangelischen im oberen Rheingau eine zweite Kirche in Erbach ihrer Bestimmung übergeben. Der Pfarrbezirk erstreckte sich über das ganze Oberamt Eltville. Die Evangelischen von Winkel gehörten zur Pfarrei im Oberamt Rüdesheim.

Die Anfänge  Seit dem Jahr 1866 zog es Adelige aus Preußen, Minister und ihre Familien, sowie höhere Beamte in den Rheingau, die sich in Wiesbaden, Schlangenbad oder Bad Schwalbach zur Kur aufhielten. Viele von ihnen waren evangelisch, und dies bedeutete für die kleinen Diaspora-Gemeinden eine geistliche und finanzielle Stärkung, deren sie dringend bedurften. Besonders die Gemeinde Oestrich hat dies in reichem Maße erfahren dadurch, dass der Admiral und Staats-Minister a. D. Albrecht von Stosch und seine Familie in Mittelheim ansässig wurden. Dieser bewusst evangelische Mann hat all seine Kraft, seinen Einfluss und seine finanziellen Möglichkeiten für Wachstum und Stärkung der evangelischen Christen im Mittleren Rheingau eingesetzt.

Hans-Dietrich Reimann

Ab 1. April 1891 konnten regelmäßig evangelische Gottesdienste in Oestrich stattfinden - zunächst im "Peezschen Haus" in Oestrich, Rheinstr. 1. Der fertig gestellte Betsaal wurde am Sonntag, den 12.4.1891 ("Misericordias Domini") von Consistorialrat Wilhelmi aus Biebrich eingeweiht und gleichzeitig Pfarrer Scheerer in seine Gemeinde eingeführt.Betsaal "Der Tag der Einweihung war für die Evangelischen des Mittleren Rheingaus ein Freudentag. Von nun an finden jeden Sonn- und Feiertag regelmäßig Gottesdienste in Oestrich statt", so ist in der Pfarrchronik zu lesen. Weiter heißt es dort über das Gemeindeleben: Die Teilnahme an den sonntäglichen Gottesdiensten war in diesem Jahr sehr groß. Oft vermochte der Saal die Andächtigen kaum zu fassen, überhaupt herrschte ein reges kirchliches Interesse und große Opferfreudigkeit für alle s, was die neugegründete Kirchengemeinde anging. Auch der sittlichreligiöse Geist in der Gemeinde ist ein recht guter." In den darauffolgenden Jahren wurde das Pfarrhaus in der Hattenheimer Landstraße (heute: Rheingaustraße) gekauft (neben der chem. Fabrik Koepp) und außerdem der kleine Betsaal angebaut und am 19.12.1885 mit einem Festgottesdienst seiner Bestimmung übergeben. In ihm fanden etwa 80 Personen Platz. Das reichte für die etwa 300 Gemeindeglieder, die in Mittelheim, Oestrich, Hattenheim, Hallgarten, auf dem Eichberg und im Kloster Eberbach wohnten. Zudem war der Pfarrer zum Dienst an den Insassen in den Anstalten Eberbach und Eichberg beauftragt.

Nun zu Winkel: Seit 1892 bereits reichen die Evangelischen des Ortes Winkel Petitionen und Anträge bei den zuständigen Behörden in Wiesbaden ein, man möge sie von Geisenheim-Rüdesheim auspfarren und der neugegründeten Pfarrei Oestrich zuteilen. Sie begründeten die Eingabe damit, dass sie sich schon immer zu Oestrich hielten, dort regelmäßig die Gottesdienste besuchten, ihre Kinder zum Unterricht nach Oestrich schickten und sie auch dort bis auf wenige Ausnahmen einsegnen ließen.Pfarrei Zu Krankenbesuchen käme der Pfarrer von Oestrich, er wurde auch die verstorbenen Gemeindeglieder in Winkel beerdigen. Alles war also nach Oestrich orientiert, nur die Kirchensteuern sollten nach Geisenheim-Rüdesheim fließen.
Doch erst musste am 1. April 1899 Oestrich zur eigenen "Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich" erhoben werden, ehe dann nach einigen weiteren Jahren - am 1. April 1907 - die Eingemeindung der Winkeler Evangelischen nach Oestrich ministeriell genehmigt wurde. Damit war ein langjähriger Streitpunkt beendet und erledigt.

Nachdem sich die innere Laae in der Kirchengemeinde beruhigt hatte, beschäftigte sich der Kirchenvorstand in verstärktem Maß mit dem Bau einer Kirche, die größer als der Betsaal sein sollte und über einen Turm mit Glocken verfügte. Aus heutiger Sicht mag man sich wundern über diese Vorstellungen und Planungen. Aus damaliger Sicht aber ging es um eine Prestigefrage: Wer sich Kirche nennen will, muss einen Turm mit Glocken vorweisen können, sonst bleibt man "Sekte". (Solche und ähnliche Gedanken wurden noch von Kirchenvorstehern und Gemeindegliedern geäußert, als der Neubau des Gemeindezentrums in Mittelheim 1954 geplant wurde.) Damals am Anfang des Jahrhunderts wurden Gelder gesammelt, Unterstützung vom Gustav-Adolf-Verein erbeten, die Genehmigung des Konsistoriums (Kirchenleitung) eingeholt und schließlich 1909 ein Grundstück an der Grenze zwischen Mittelheim und Winkel gekauft (heute Hermannstraße zwischen Lager Schönleber und Hotel Nägler).

Die Jahre von 1914 - 1945  BetsaalDurch den Beginn des 1. Weltkrieges am 1. August 1914, einen Monat, nachdem Pfarrer Knodt seinen Dienst in Oestrich angetreten hatte, werden alle Bauplanungen unterbrochen und bis auf weiteres nicht mehr aufgenommen. Ein baldiges Kriegsende ist nicht in Sicht. Die Versorgung der Bevölkerung wird von Jahr zu Jahr schlechter, so dass - wie die Chronik erwähnt - der Pfarrer auf dem Kirchbaugrundstück seine Kartoffeln zieht. Im November 1918 ist dann der Krieg zu Ende. Der Frieden von Versailles bringt zwar 1919 das Ende der französischen Besatzung, jedoch ist ein Ende der wirtschaftlichen Not nicht abzusehen. Trotzdem wurde 1922 der Betsaal einer gründlichen Renovierung unterzogen. Von den dafür veranschlagten 40.000 Mark wurden über 37.000 Mark durch freiwillige Spenden und Sammlungen aufgebracht. Es erscheint fast wie ein Wunder, d aß die etwa 350 Gemeindeglieder dies fertigbringen konnten. Trotzdem musste von 1923 bis 1926 das Telefon abgemeldet werden, da die Kosten dafür nicht bezahlt werden konnten.

Der alte Betsaal in OestrichPfarrer Ufer verließ in seinem 60. Lebensjahr 1930 nach 16 Jahren die ihm lieb gewordene Gemeinde Oestrich. Er begründete seinen Schritt mit der nervenaufreibenden Arbeit an der Anstalt Eichberg und der Predigttätigkeit in der großen nicht zu heizenden Klosterkirche (in kalten Wintern kann auch heute noch die Temperatur in der 4.000 - 5.000 Personen fassenden Hallenkirche unter 0 Grad absinken!). Die nun folgenden Jahre der großen Arbeitslosigkeit mit ihren Problemen für den Rheingau, mit Notverordnungen und Regierungskrisen und -wechseln und der immer mehr erstarkenden NSDAP bis hin zur Machtübernahme Hitlers als Führer und Reichskanzler des Deutschen Reiches am 30. Januar 1933 sind leider in der Pfarrchronik durch Pfarrer Hopf nicht erfasst und beurteilt worden. Nur dies ist den Sitzungsprotokollen des Kirchenvorstandes zu entnehmen, dass im Mai 1935 der Beschluß gefaßt wurde, 2 Hakenkreuz-Fahnen für Kirche und Pfarrhaus anzuschaffen. Und von Zeugen ist berichtet worden, dass sich nach Verkündung der Arier- oder Judengesetze auf dem Reichsparteitag in Nürnberg 1935 katholische und evangelische Christen an Judenverfolgungen in brutaler Weise beteiligt haben. Auch dürfte die Vermutung erlaubt sein, dass die NS-Regierung durch Förderung des Bauern- und Winzerstandes und damit des Weinbaus sich im Rheingau Sympathien verschafft hat.

Wie der Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 von Pfarrern und Gemeindegliedern (beider Konfessionen) aufgenommen wurde, ist unsererseits nicht, zu ermitteln. Erschütternd ist auch, dass in der Pfarrchronik nichts darüber nachzulesen ist, was in der Anstalt Eichberg als Folge des "Gesetzes über die Vernichtung unwerten Lebens" (Euthanasie) an Schrecklichem und Unmenschlichem passiert ist. Einzelheiten darüber sind sicher in den Unterlagen der Anstalt festgehalten. Wetter kann auch nicht gesagt werden, wie viele Gemeindeglieder zwischen 1939 und 1945 gefallen sind, verwundet wurden oder als Schwerbeschädigte in der Gemeinde lebten.

Oestrich-Winkel erlebte Einquartierungen von Soldaten 1939/40 vor dem Frankreichfeldzug und wiederum im Frühjahr 1945, als deutsche Einheiten vor den mit Panzern und Jagdbombern ins Reich einmarschierenden und einfliegenden amerikanischen Armeen über den Rhein zurückfluteten. Viele Soldaten blieben im Rheingau, eine ganze Reihe von ihnen auch in der Gemeinde Oestrich-Winkel. Sofern sie evangelisch waren, waren sie die ersten, die die Gemeinde zahlenmässig anwachsen ließen.

Die Jahre seit Ende des 2. Weltkrieges  Hans-Dietrich Reimann1946 wurden ganze evangelische Dorfgemeinschaften aus den Weinbaugebieten um Bratislava/Preßburg a.d.Donau hier angesiedelt. Zur gleichen Zeit erreichten den Rheingau Flüchtlingsfamilien aus der fast reinen Evangelischen-Stadt Asch im äußersten Nordwesten der CSR, dem Sudetenland. Diese Evangelischen waren es, die in kurzer Zeit die Gemeindegliederzahl steigen ließ auf über 1000. Damit stand für den Kirchenvorstand erneut - nach 40 Jahren - ein Kirchenneubau auf der Tagesordnung. Das Grundstück in Winkel war ja noch vorhanden, lag aber ungünstig für die zur Gemeinde gehörenden Orte Oestrich, Hattenheim, Hallgarten und die Anstalten auf dem Eichberg. Darum entschied man sich in-den Jahren 1954/55 für einen anderen Platz, fand ihn auch gegenüber dem Bahnhof Oestrich-Winkel in der Weinbergslage "Nikolaus". Jedoch war dieses Gelände im Besitz der katholischen Pfarrgüter Mittelheim und Oestrich. Nach langen Verhandlungen gab schließlich das Ordinariat des Bistums Limburg "grünes Licht für den Verkauf.

Pläne wurden vorgelegt, vom Kirchenvorstand und der Kirchenverwaltung abgesegnet und nach dem Ende der Frostperiode und der Schneeschmelze sollte im Frühjahr 1956 mit der Grundsteinlegung der Kirchen - und Pfarrhausbau begonnen werden.

Da trat ein Wechsel der Pfarrstellenbesetzung ein. Am 1. Februar 1956 verließ Pfarrvikar Raudnitzky Oestrich. Er hatte 2 Jahre lang das Bauvorhaben zusammen mit dem Kirchenvorstand sehr gut vorbereitet, die Grundstückverhandlungen so gut wie abgeschlossen und die ersten Finanzmittel besorgt. Alles Weitere musste nun von Pfarrvikar Hans-Dietrich Reimann getan werden, der am 12. Februar 1956 im Betsaal in Oestrich ordiniert wurde.
Er begann den Dienst in dieser Gemeinde, die inzwischen durch weitere Zuzüge Evangelischer aus der DDR nach 1953 auf etwa 1500 angewachsen war. Für ihn war das Einleben und Einarbeiten nicht schwer, hatte er doch seinen Dienst zu tun an Menschen und für Menschen, die - wie er und seine Frau - fast ausschließlich Flüchtlinge, Vertriebene und Umgesiedelte waren. Schwieriger, z.T. unerfreulicher waren andere Umstände: Einmal war immer noch eine gewisse Intoleranz von katholischer Seite lebendig ("Toleranz ist, wenn die Minderheit sich nach der Mehrheit richtet", sagte ein in verantwortlicher Position stehender Katholik. Und bei der Grundsteinlegung sagte im privaten Gespräch ein katholischer Pfarrer: "Bauen sie gut, solide und schön; denn über kurz oder lang gehört diese neue Kirche doch uns!").

Grundsteinlegung der KircheBau des TurmesDas zweite Problem für den neuen Pfarrer ohne entsprechende Erfahrungen und Vorkenntnisse war die Beschaffung der Gelder für den Bau. Fast 6 Monate stand der Rohbau, ohne das auch nur ein Stein verbaut werden konnte weil einfach keine Mittel zur Verfügung standen. Trotzdem ist es gelungen, mit Hilfe der Kirchenverwaltung bis zum Ende des Jahres 1957 Kirche mit darunterliegendem Saal und Pfarrhaus so weit fertig zustellen, dass am 15. Dezember d.J. die Kirche in einem festlichen Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben und 4 Tage später das Pfarrhaus bezogen werden konnte. Kirchenpräsident Niemöller hielt die Festpredigt, nur der Ortspfarrer war nicht anwesend, lag er doch mit schwerer Hepatitis im Krankenhaus. 1958 begann dann aber in verstärktem Maße der innere Aufbau der Gemeinde.

Neben den regelmäßigen Gottesdiensten in Mittelheim waren Predigtstellen im Kloster Eberbach, abwechselnd mit Hallgarten, gelegentlich auch im Festsaal der Anstalt Eichberg. In Eberbach stand dazu der in einen evangelischen und einen katholischen Teil gegliederten Versteigerungssaal zur Verfügung, während in Hallgarten Gottesdienst in einem sehr einfach eingerichteten Klassenzimmer gehalten wurde. Mit dem Jahr 1961 begannen mancherlei Veränderungen bzw. Neuerungen: Nach dem Bau der Berliner Mauer setzten sich erneut Menschen aus allen Bezirken der DDR ab, um in den Westen zu kommen. Auch die Gemeinde Oestrich verzeichnete viele Zuzüge, so das am Ende des Jahres die Gemeindegliederzahl auf über 1600 steigt. Im Frühjahr 1962 wurde eine 1. Gemeindefreizeit angeboten mit der Absicht und dem Ziel, die in den 6 Orten verstreut lebenden Evangelischen besser zusammenzuführen.

4 Tage dauerte die Fahrt nach Nord-Bayern und darf als erfolgreich angesehen werden; denn es wurde der einstimmige Wunsch laut, solche mehrtägige Freizeiten jährlich zu wiederholen. Von entscheidender Bedeutung für das konfessionelle Zusammenleben war schließlich das von Papst Johannes XXIII. einberufene,2. Vatikanische Konzil im Oktober 1962. Konfessionelle Schranken öffneten sich, man fand zueinander in gemeinsamen Andachten, Bibelarbeitsgruppen, katholische Kirchen wurden für Gottesdienste den Evangelischen geöffnet (zunächst in Hattenheim, später in Winkel und Hallgarten). Wir Evangelischen wurden nicht mehr als Gedoldete, Außenseiter oder Sektierer angesehen. In jener Zeit bekann auch die erfreulicheEvangelische Kirchengemeinde Oestrich-Winkel

Zusammenarbeit mit der Musikgruppe "Chantal", die bis zur Pensionierung von Pfarrer Reimann in allen Jahren mehrmals Gottesdienste in neuer und moderner Gestaltung zur Freude der Gemeinde und vieler aus dem gesamten Rheingau kommender Gäste begleitete. Schließlich setzte am Anfang der 70er Jahre eine verstä rkte Bautätigkeit zur Schaffung neuen Wohnraums ein. Dazu waren Baugebiete ausgewiesen: in Hattenheim die Irrlitz, in Hallgarten der "Rebhang", in Mittelheim das Gebiet um den Friedhof nach Norden und Westen, in Winkel durchgehende Bebauungsflächen im Norden bis an die Weinbergsgrenze. Bei den Zuziehenden handelte es sich überwiegend um Evangelische, viele Familien mit Kindern.

So wuchs die Gemeindegliederzahl schnell auf etwa 2500, hat sich also in den "100 Jahren Evangelische Gemeinde Oestrich-Winkel" fast verneunfacht. Viele junge Familien halten sich zur Gemeinde, beteiligen sich an ihrem Leben und nehmen die Angebote verschiedener kirchlicher Aktivitäten an.

Man kann aus Anlaß des 100. Geburtstages der Pfarrei Oestrich nur wünschen, dass dieser Gemeinde im mittleren Rheingau immer Pfarrer geschenkt werden, die treu und fleißig ihren Dienst gemäß dem Auftrag Jesu Christi tun als wahrhafte Hirten ihrer Gemeinde. Denn Gemeinde Jesu Christi ist da und bildet sich da, wo Gottes Wort rein und lauter verkündigt und die Sakramente in rechter Weise verwaltet werden. Das ist durch die Geschichte der Evangelischen im mittleren Rheingau in den letzten 100 Jahren eindrucksvoll bewiesen. Das walte Gott!

Verantwortlich für den Text Pfarrer i.R. Hans-Dietrich Reimann † . In der Passionszeit 1991.