Malawi - Das Glück ist mit dem Tüchtigen

Foto: Brot für die Welt/Jörg Böthling

In Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, trifft die Armut vor allem Menschen auf dem Land. Klimaschwankungen führen immer wieder zu Nahrungsknappheit. In den vergangenen Jahren hat sich das Problem verschärft: Immer häufiger kommt der Regen zu spät.
Im Dorf Samuti im Süden von Malawi gibt es jedoch glücklicherweise seit zwei Jahren ein Bewässerungssystem. „Davor war das Leben für uns sehr hart“, erinnert sich John Chimwayi. „Oft hatten wir nur ein oder zwei Mahlzeiten am Tag und die bestanden ausschließlich aus unserem Maisbrei Nsima.“ Nur einmal im Jahr konnte der Bauer Mais anbauen – und die Ernte war stets in Gefahr.
Seitdem John Chimwayi und rund 80 weitere Kleinbauern und –bäuerinnen im Dorf Samuti an das neue Bewässerungssystem angeschlossen sind, müssen sie nicht mehr um ihre Ernte fürchten. Im Gegenteil: Sie alle haben ihre Produktion ausgeweitet und damit ihr Lebensniveau stark verbessert. Bis zu drei Maisernten sind jetzt pro Jahr möglich. Und John Chimwayi baut längst nicht mehr ausschließlich Mais an. Auf seinen Feldern wachsen inzwischen auch Tomaten, Bohnen, Erbsen, Chinakohl sowie viele lokale Gemüsesorten.
Gebaut haben das Bewässerungssystem die Dorfbewohnerinnen und –bewohner zusammen mit CARD (Churches Action in Relief and Development), der Nothilfe- und Entwicklungsorga-nisation der evangelischen Kirchen Malawis. Sie wird seit vielen Jahren von Brot für die Welt gefördert. Das von Brot für die Welt unterstützte Projekt ist für 4.000 Kleinbauernfamilien geplant. Bisher wurden vier Bewässerungssysteme errichtet, die 630 Familien helfen.

 

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