368 Enten für „Brot für die Welt“

Weihnachtsspendenaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich-Winkel erzielt € 4347,90

„Eine Dose Würmer als Weihnachtsgeschenk?“ – so lautete der Name der Weihnachtsspendenaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich-Winkel zugunsten der Hilfsaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland „Brot für die Welt“. Um den Spendenzweck anschaulich und konkret zu machen, hatte die Kirchengemeinde sieben Beispiele aus der Entwicklungshilfearbeit ausgesucht und in ihrem Gemeindebrief der Gemeinde vorstellt. So konnte man unter anderem zwischen einer Dose Würmer, die der Bodenverbesserung dienen soll, oder einem Schokoladenstartset auswählen, das nicaraguanischen Bauern helfen soll, den durch den Klimawandel notwendig gewordenen Wechsel vom Kaffee- zum Kakaoanbau durchzuführen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 36 Dosen Würmer, 26 Fußbälle, 27 Computerschulung, 36 Paar Schuhe, 368 Enten, 1 Brücke und 10 Schokoladenstartsets wurden gespendet. Der Kollektenkassenrechner der Kirchengemeinde Günter Böhm hat daraus eine Spendensumme von insgesamt € 4347,90 für „Brot für die Welt“ errechnet, in der auf die Kollekte der beiden Heiligabendgottesdienste in Höhe von € 2.050,90 enthalten sind.

Bei der Auswahl der Spendenbeispiele habe man daraufgeachtet, dass für jeden Geldbeutel etwas dabei sei, erläutert Pfarrer Johannes Hoeltz. Jedoch habe er nicht ernsthaft damit gerechnet, dass sich eine Einzelspende für die Hängebrücke finden würde, die zwei Ortsteile in Honduras verbinden soll. Jetzt freut der Seelsorger sich, dass auch dieses Spendenbeispiel aufgenommen wurde, denn eine Spenderin wählte die Brücke aus und spendete € 1.500.

Wer auch nach Heiligabend an der Aktion noch teilnehmen will, kann sich auf der Website der Gemeinde www.ekow.de oder im Gemeindebüro, 06723/3385, darüber informieren.

Großes ökumenisches Ereignis

10.10.2013 - Über hundert Menschen pilgern durch den Rheingau.

20131010 Beginn der Schweigezeit am Haus Nothgottes01

Beginn der Schweigezeit am Haus Nothgottes.

Rheingau - Über 100 Menschen aus allen Konfessionen und aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus, haben sich beim dritten Dekanatspilgertag gemeinsam auf den Weg gemacht um „mit den Füßen zu beten.“ In diesem Jahr ging es unter dem Thema „Heilige im Rheingau“ von Kloster Eibingen, über das Haus Nothgottes, die Antoniuskapelle, Kloster Marienthal zur Evangelischen Kirche nach Oestrich-Winkel. „Meine Gebete wurden erhört!“

rief eine ältere Dame spontan als, sie vom Dekanatspilgertag hörte. „Auf so ein Ereignis habe ich lange gewartet, jetzt kommt ökumenisch etwas ins Rollen.“

20131010 Beginn der Schweigezeit am Haus Nothgottes02Sie wurde nicht enttäuscht. „Es ist eine Ehre, dass wir den Pilgertag hier im Kloster Eibingen beginnen dürfen“, sagte Dekan Klaus Schmid bei der ersten Andacht. Sich zusammen auf den Weg zu machen, das war erklärtes Ziel des Pilgertages. Immer wieder führte der Pilgerweg vorbei an Kapellen oder Kirchen. Dabei wurden sie stets vom Posaunenchor Geisenheim unter der Leitung von Horst Feig empfangen.

Der Pilgerzug hielt an der elf Kilometer langen Strecke insgesamt sechs Mal, um an Klöstern, Kirchen und einer Schutzhütte in den Weinbergen bei einer Andacht innezuhalten. Im Kloster Marienthal wurden sie vom Quardian Pater Bernold freundlich empfangen, der sich freute, so viele Evangelische Brüder und Schwestern in seiner Kirche begrüßen zu dürfen. In Marienthal machten die vielen Pilger dann auch Rast. Überall wurden Tischtücher ausgebreitet, sich gegenseitig eingeladen oder einfach die Sonne genossen.

An den Rast-Stätten hörten die Pilger Andachten, die sich alle um Menschen drehten, die in der katholischen Kirche als Heilige verehrt werden: Etwa Hildegard von Bingen, Franz von Assisi und Antonius von Padua, Menschen aus eienr Zeit, in der noch nicht unterschieden wurde zwischen evangelisch und katholisch. Dekan Klaus Schmid betonte den Stellenwert dieser Personen auch für die Evangelische Kirche. Sie seien Vorbilder.

Den ganzen Tag über war bei vielen Pilgern, ob sie nun Neulinge oder erfahrene Pilger waren, eine große Euphorie und Gemeinschaft zu spüren, die bei vielen in sehr positiver Erinnerung geblieben ist. Etliche sagten zu, beim nächsten Pilgertag am 3. Oktober 2014 wieder mit dabei zu sein.

Neue Abendmahlskanne

Evangelische Kirchengemeinde führte ihre neue Abendmahlskanne ein!

Rheingau-Echo, 04. April 2013 - Oestrich-Winkel. (ks) – An Gründonnerstag gedenken Christen dem letzten Abendmahl, das Jesus von Nazareth mit seinen zwölf Jüngern am Vorabend seines Kreuzestodes feierte. Bei diesem Mahl stiftete Jesus mit dem Auftrag „Tut dies zu meinem Gedächtnis“das gemeinsame Mahl als Zeichen seiner bleibenden Gegenwart in der Gemeinde.

Für christliche Kirchen ist das Abendmahl ein wichtiger Bestandteil des Gottesdienstes.

In Mittelheim war an Gründonnerstag das letzte Abendmahl zugleich das erste, bei dem das Abendmahl mit dem nun vollständigen neuen Abendmahlsgerät gefeiert werden konnte. Die neue Abendmahlskanne ist die letzte Anschaffung im Rahmen des von Pfarrer Johannes Hoeltz initiierten Projekts, das frühere abgegriffene Abendmahlsgerät durch ein Neues zu ersetzen.

Entstanden war dieses Projekt anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Mittelheimer Kirche im Jahr 2007, als beschlossen wurde, durch die Neuanschaffung des Abendmahlsgeschirrs die Wertigkeit der Gegenstände deutlich zu machen.

Nach einem Besuch des Kirchenvorstandes in einer Frankfurter Silberschmiedewerkstatt war entschieden: Das Künstlerehepaar Charlotte Gehring und Marc Hilgenfeld wird ein Abendmahlsgeschirr aus massivem Silber anfertigen, welches genau den Ansprüchen und Wünschen der Kirchengemeinde entspricht. Seitdem wurden bereits zwei Kelche, zwei Patenen, die Brotteller sowie die Pyxis, eine Dose für die Hostien, erworben.

Die neue Abendmahlkanne vervollständigt seitdem vergangenen Donnerstag die Mittelheimer Abendmahlsutensilien als wichtiger Bestandteil. Laut Pfarrer Hoeltz ist die Kanne ein typisch evangelisches Abendmahlsgerät, das notwendig wurde, als Martin Luther mit der Reformation wieder den Kelch für alle Gemeindemitglieder einführte.In der Mittelheimer Gemeinde hat das Projekt „neues Abendmahlsgerät“ seit Beschluss der Neubeschaffung große Unterstützung gefunden. Durch zahlreiche große und kleine Spenden konnten die rund 9.000 Euro für die neue Kanne in relativ kurzer Zeit aufgebracht werden. Wünschenswert sei nun die generationsübergreifende Wertschätzung des Abendmahlgeschirrs, an dessen Realisierung zahlreiche Gemeindemitglieder beteiligt waren. Schließlich werden hoffentlich noch Enkel und Urenkel dieses Geschirr nutzen.