Aktionswoche zum Fairen Handel

Oestrich-Winkel, den 04. September 2014 - Vom 12. bis 26. September 2014 läuft mit über 2.000 Aktionen die bundesweit größte Aktionswoche zum Fairen Handel. Veranstaltet wird die „Faire Woche“ vom Forum Fairer Handel e.V. in Kooperation mit TransFair e.V. und dem Weltladen-Dachverband e.V. Bereits zum 13. Mal laden dann Weltläden, Aktionsgruppen, Schulen, kirchliche Initiativen, Supermärkte und Gastronomiebetriebe zu informativen, kulturellen und kulinarischen Veranstaltungen ein, die unter dem Motto „Ich bin fairer Handel“ deutlich machen, dass der Faire Handel in unserem Alltag angekommen ist.

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In Oestrich-Winkel finden im Rahmen der „Fairen Woche 2014“ zwei verschiedene Veranstaltungen statt:

Am Sonntag, den 14. September 2014 um 11.00 Uhr stellt die evangelische Pfarrerin Elke Stern-Tischleder der Gemeinde nach dem Gottesdienst zwei Gäste aus Peru vor, Herrn Juan Aquino Vilchez, Bananen-Bauer, und Herrn Jimmy Yarly Núnjar Quevedo, Vorsitzender der Fairtrade-Kooperative Acproboquea. Sie berichten über „Fairtrade aus Produzenten-Sicht am Beispiel Perus“. Die Diplom- Dolmetscherin Susanne Heyse dolmetscht den Vortrag, der auf Spanisch gehalten wird, ins Deutsche. Jeder Interessierte kann – auch nach dem Gottesdienst, um 11.00 Uhr – in die evangelische Kirche Oestrich-Winkel, Rheingaustraße 105, 65375 Oestrich-Winkel kommen und an der Veranstaltung teilnehmen. Es werden Fairtrade-Waren in der Kirche verkauft und Kaffee und Tee aus fairem Handel ausgeschenkt.

Hier sitzt zusammen, was zusammen gehört

Feierliche Einweihung des neuen Kirchenvorplatz mit allen Stiftern und Spender.

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Die von der evangelischen Kirchengemeinde wird die Inschrift „Hier sitzt zusammen, was zusammen gehört“ bekommen.

Winkel. (sf) – „Nach der Kirche vor der Kirche“ heißt ein guter Brauch, den die Winkeler Pfarrgemeinde seit Jahren pflegt: Dabei trifft man sich mindestens einmal im Monat nach dem Gottesdienst zu einem Umtrunk und Imbiss auf dem Kirchvorplatz und verweilt hier noch eine Zeit lang im regen Gespräch miteinander. Vergangenen Sonntag war dieser Umtrunk etwas ganz besonderes, denn in diesem Rahmen wurde jetzt nach langer Wartezeit endlich der neugestaltete Vorplatz der St.

Walburga-Kirche eingeweiht. In den letzten Monaten war der bis dahin sehr zugewachsene und marode Platz aufwendig und komplett aus Mitteln der Winkeler Pfarrgemeinde renoviert worden. „Die Gemeindemitglieder, örtlichen Vereine und die evangelische Kirchengemeinde Oestrich-Winkel haben uns bei diesem Vorhaben als krönendem Abschluss der aufwendigen Innen- und Außenrenovierung unserer Kirche enorm unterstützt und diesen letzten, dringend notwendig gewordenen Abschnitt, der im Finanzierungsplan des Bistum Limburgs nicht vorgesehen war, erst möglich gemacht“, erklärte Ludger Muno vom Verwaltungsrat bei der offiziellen Einweihung. Bereits 1999 hatte man mit der Kircheninnensanierung begonnen, nach Jahrzehnten erstrahlte der Kircheninnenraum in ganz neuem Glanz. Doch schon 2008 wurde alles durch einen Brandanschlag zunichte gemacht: Unbekannte hatten den antiken, hölzernen Beichtstuhl angezündet. „Unsere Kirche ist auch unter der Woche immer frei begehbar und offen, denn sie liegt wirklich mitten im Ort und direkt am Friedhof und hat tagtäglich Besucher“, erklärte Muno. Das sollte sich auch nach dem Brandanschlag 2008 nicht ändern. Monatelang waren Restauratoren, Maler und Reinigungsfirmen damit beschäftigt, die gerade erst sanierte Kirche von den Brandspuren zu reinigen. Dann folgte einige Monate später die lange geplante Außenrenovierung der Kirche, die 2011 begann und ein ganzes Jahr dauerte. In diesem Abschnitt wurde vor allem das Dach komplett erneuert und mit einer neuen Entwässerung ausgestattet, an der Nordseite erhielt die Kirche eine Schutzverglasung. Schließlich gab es noch einen neuen Außenanstrich, so dass die Kirche jetzt weithin wieder weiß aus der Dorfmitte heraus strahlt. Damit waren die Sanierungsmaßnahmen, die das Bistum Limburg finanziell unterstützt hatte, beendet. Für die Winkeler war allerdings klar, dass man den vernachlässigten Vorplatz auch neu gestalten wollte, deshalb wurden fleißig Spenden gesammelt, die bei Konzerten, Kirchweihfesten und Straußwirtschaften, durch zahlreiche große und kleine Einzelspenden und dank einiger Vereine, wie der Katholischen Frauengemeinschaft, der Brunnenmeisterschaft I oder den Kirchenchören zusammen kamen. Dank dieser Spenden konnte der Platz von Büschen und Unkraut befreit, neu gepflastert und mit Tischen und Bänken einladend möbliert werden. Im Rahmen der offiziellen Einweihung am vergangenen Sonntag übergab die Brunnenmeisterschaft ihre Spende für eine der neuen Sitzbänke. „Die Brunnenmeisterschaft Bezirk I Winkel, bei der traditionell Verbundenheit großgeschrieben wird, hatte anlässlich ihres 85-jährigen Bestehens im Jahre 2012 eine Spende in Höhe von 400 Euro zweckgebunden für die Verschönerung des Kirchenvorplatzes der katholischen Kirche St. Walburga zugesagt. Bereits im Jahre 1998 wurde im Rahmen der Innenrenovierung von der Brunnenmeisterschaft eine Leuchte gestiftet. Gerne kommen wir auch unserem zweiten Versprechen nach und übergeben, nachdem die Gestaltung des Vorplatzes nunmehr erfolgt ist, hiermit unter dem Motto „Der Tradition verbunden“ das Geld. Im Rahmen von „Nach der Kirche vor der Kirche“ können wir heute, wie in unserem Erkennungslied „Wir feiern im Schatten der Kerch“ die davon angeschaffte Bank einweihen und hoffen, dass diese noch viele Menschen erfreuen und den einen oder anderen zum Verweilen einladen wird“, so die Brunnenmeisterschaft.

20140508 sf 19 2014 oe kirchplatz2Eine weitere Sitzbank hatte die evangelische Kirchengemeinde gestiftet. „Ich hatte schon länger die Idee gehabt, eine Bank für diesen Platz anzuschaffen, weil ich hier öfter verweile, wenn wir eine Beerdigung durchführen. Wir sind der katholischen Kirche Winkel dankbar dafür, dass unsere Kirchengemeinde hier ihre Bestattungsgottesdienste abhalten darf und deshalb wollten wir gerne diese Bank stiften“, erklärte Pfarrerin Elke Stern-Tischleder. Doch mit der Bankspende bat man sie, noch zu warten, da erst der Vorplatz gestaltet werden sollte. Jetzt sei es aber so weit und die gestiftete Bank werde gemäß einer Absprache mit Gemeindereferent Eberhard Vogt die Inschrift „Hier sitzt zusammen, was zusammen gehört“ bekommen.

Ludger Muno dankte schließlich auch unter dem Applaus der zahlreichen Gäste der Verwaltungsratsvorsitzenden Christel Schönleber für ihr Engagement, dem Planer des neuen Platzes Rüdiger Lemp und Ferdinand Charisse und Lothar Konrad für die Ausführung der Pflasterarbeiten. „Der Kirchenvorplatz ist eine Visitenkarte und diese präsentiert sich jetzt an unserer Kirche endlich hell, geräumig, freundlich und einladend“, hielt Muno fest.

368 Enten für „Brot für die Welt“

Weihnachtsspendenaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich-Winkel erzielt € 4347,90

„Eine Dose Würmer als Weihnachtsgeschenk?“ – so lautete der Name der Weihnachtsspendenaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich-Winkel zugunsten der Hilfsaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland „Brot für die Welt“. Um den Spendenzweck anschaulich und konkret zu machen, hatte die Kirchengemeinde sieben Beispiele aus der Entwicklungshilfearbeit ausgesucht und in ihrem Gemeindebrief der Gemeinde vorstellt. So konnte man unter anderem zwischen einer Dose Würmer, die der Bodenverbesserung dienen soll, oder einem Schokoladenstartset auswählen, das nicaraguanischen Bauern helfen soll, den durch den Klimawandel notwendig gewordenen Wechsel vom Kaffee- zum Kakaoanbau durchzuführen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 36 Dosen Würmer, 26 Fußbälle, 27 Computerschulung, 36 Paar Schuhe, 368 Enten, 1 Brücke und 10 Schokoladenstartsets wurden gespendet. Der Kollektenkassenrechner der Kirchengemeinde Günter Böhm hat daraus eine Spendensumme von insgesamt € 4347,90 für „Brot für die Welt“ errechnet, in der auf die Kollekte der beiden Heiligabendgottesdienste in Höhe von € 2.050,90 enthalten sind.

Bei der Auswahl der Spendenbeispiele habe man daraufgeachtet, dass für jeden Geldbeutel etwas dabei sei, erläutert Pfarrer Johannes Hoeltz. Jedoch habe er nicht ernsthaft damit gerechnet, dass sich eine Einzelspende für die Hängebrücke finden würde, die zwei Ortsteile in Honduras verbinden soll. Jetzt freut der Seelsorger sich, dass auch dieses Spendenbeispiel aufgenommen wurde, denn eine Spenderin wählte die Brücke aus und spendete € 1.500.

Wer auch nach Heiligabend an der Aktion noch teilnehmen will, kann sich auf der Website der Gemeinde www.ekow.de oder im Gemeindebüro, 06723/3385, darüber informieren.