EKHN prämiert Gemeindebrief aus Oestrich-Winkel

"Leserfreundlich, anspruchsvoll und ambitioniert"

[Frankfurt / Rheingau 30. September 2011; rt/cw]

Mit einem Festakt in der St. Jakobskirche in Frankfurt-Bockenheim hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) am Donnerstagabend, 29. September, die Preisträger des Wettbewerbs „Förderpreis Gemeindebrief 2011“ geehrt. Unter Preisträgern ist auch der Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich-Winkel. Neben einem Geldpreis von 500 Euro, freuen sich die Redaktionsmitglieder Alfred Ernst, Andreas Ambrosius und Pfarrer Johannes Hoeltz darüber, dass sie künftig das Logo „prämierter Gemeindebrief“ auf der Titelseite tragen dürfen.

Die Jury, bestehend aus Journalisten, Öffentlichkeitsbeauftragten und Förderern der Idee bezeichnete den Gemeindebrief aus Oestrich-Winkel als „sehr leserfreundlich“. Überzeugt habe die Jury vor allem die Themenvielfalt. „Wir verstehen uns eher als die ZEIT als einen twitter-Blog“, unterstrich Pfarrer Johannes Hoeltz die Beurteilung. Positiv werteten die Juroren zudem, dass es ein Gemeindebrief sei, der über den Tellerrand hinaus blicke. Mit „katholischer Gastseite“, mit „evangelisch im Rheingau“, mit Berichten und Hintergründen. „Anspruchsvoll und ambitioniert, gut und prämierungswürdig“, lautete das abschließende Urteil der Jury. Prämierung 2011 Als Laudator sprach bei der zweijährlich ausgelobten Preisvergabe der stellvertretende Intendant des Hessischen Rundfunks (hr) Manfred Krupp. Der Fernsehdirektor bescheinigte den gemeindlichen Medien vor Ort eine hohe Professionalität. Sympathie, Empathie und der „Wunsch nach Heimat“ drückten sich darin aus. Der hr sei selbst auf Regionen des Landes und auf Nachbarschaft ausgerichtet. Zur Heimat in Hessen gehören nicht nur das nahe Umfeld, die Natur und Modernität, sondern gleichzeitig die Migration von Mitbürgern und der Flughafen. Redakteure zeichneten sich dadurch aus, dass es ihnen gelinge Orientierung zu geben. Dazu zähle, richtige Fragen zu stellen, Neugierde zu zeigen und Zuverlässigkeit zu verkörpern.

Im Auftrag der Kirchenleitung wurden die Förderpreise durch den Propst für Süd-Nassau, Dr. Sigurd Rink (Wiesbaden), überreicht. Das Mitglied der Kirchenleitung sagte, der Gemeindebrief sei die Visitenkarte jeder Gemeinde und zeige die Vielfalt des kirchlichen Lebens. Er stehe auch für die Erkennbarkeit der Kirche. „Da, wo Kirche drauf steht, ist auch Kirche drin“, zeigte sich der Propst überzeugt. Den ehrenamtlichen Redaktionen dankte er anerkennend. “Machen Sie weiter so mit einem qualitätsbetonten Journalismus.“

Insgesamt hatten sich in dem zum achten Mal ausgetragenen Wettbewerb 116 Redaktionen mit gültigen Einsendungen beworben. Die Jury vergab nicht nur die sieben Hauptpreise und zwei Förderpreise sondern erkannte 11 weiteren Redaktionen eine Anerkennung. Darunter vier weitere aus dem Rheingau-Taunus-Kreis:
- "Gemeindebrief" der Evangelischen Kirchengemeinde Heftrich und Bernbach im De-kanat Idstein (Preisträger)
- "Evangelische Stimme" der Kirchengemeinden Triangelis Eltville-Erbach-Kiedrich im Dekanat Wiesbaden (Preisträger)

Auszeichnungen für fachlich gute Arbeit erhielten die Redaktionen der Evangelische Kirchengemeinden Niederseelbach und Dasbach und der  Evangelische Kirchengemeinden Bechtheim, Beuerbach, Ketternschwalbach. Damit dürfen sie das Prädikat „Ausgezeichneter Gemeindebrief der EKHN“ tragen.

Informationen zum Preis
Der Förderpreis Gemeindebrief der EKHN ist mit 5.500 Euro der höchstdotierte Preis seiner Art. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Unterstützt wird der Preis von der Bruderhilfe Pax Familienfürsorge, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (gep), der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) mit Sitz in Kassel und Frankfurt, der Zeitschrift Evangelisches Frankfurt und der Evangelischen Sonntagszeitung. Kriterien bei der Auswahl sind Originalität, Themenvielfalt, Aktualität, journalistische Darstellungsformen, Druckqualität, die grafische Gestaltung, ein überschaubares Layout, die Einbettung im Öffentlichkeitskonzept der Gemeinde und die Verwendung des Facettenkreuzes. Eine Jury, zu den Journalisten aus dem kirchlichen und dem säkularen Bereich sowie Förderer der Idee gehören, prämiert Redaktionen, die mit ihrem Gemeindebrief bewusst nach Qualität streben.

Hintergrund: Briefe als Chance
Die Gemeindebriefe sind Publikationen der Kirchengemeinden für ihre Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit. Über 90 Prozent der 1174 Kirchengemeinden im Gebiet der EKHN bringen eine solche regelmäßige und kostenlose Publikation für ihre Mitglieder heraus. Umfragen haben ergeben, dass sie weithin intensiv gelesen werden und allein in der EKHN eine Gesamtauflage von über einer Millionen Exemplaren erreichen. Sie sind damit das in Reichweiten stärkste Medium der evangelischen Kirche.